13/3/2006 P*: Kornhaus Rorschach

Kornhaus
Aufgabe
Das Handling mit dem Mobiltelefon (Handy) und dem Semacode-Reader austesten!
Tipp: Menü - Organizer - Anwendungen - Semacode - Wählen - Mehr - Capture - Ja - Launch - Ja- voilà!
Das nächste Projekt mit einem QR-Code Reader wird dann noch einfacher zu bedienen sein :-)


Geschichte
Vom See und vom Land her ist das Kornhaus nicht zu übersehen. Ja, es ist das eigentliche Wahrzeichen der Stadt Rorschach. Abt Coelestin von St. Gallen beauftragte 1746 den Baumeister Caspare Bagnato mit dem Bau eines neuen Kornhauses. 1749 wurde es bereits in Betrieb genommen.
Heute befindet sich das Museum mit seinen sehenswerten Zeugnissen aus der Geschichte der Stadt und der Seelandschaften im Kornhaus.

Quelle: Stadt Rorschach (1988): Steinerne Bauten erzählen lebendige Geschichten.

13/3/2006 P01: Beobachtungsbunker

Beobachtungsbunker
Aufgabe:
Stoppe mit dem Mobiltelefon die Zeit, welche du benötigst, um an den Sammelpunkt (P00 Kornhaus) retour zu laufen!
Tipp: Menü - Organizer - Stoppuhr

Geschichte
Der aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Beobachtungsbunker, erbaut wohl im Herbst 1939, liegt an der Uferpromenade im westlichen Seepark. Der Betonbau, gegen Deutschland ausgerichtet, stellt ein Relikt aus einer schwierigen und bedrohten Zeit dar. Er ist gleichzusetzen mit einer Panzersperre.
Mittelalterliche und auch später entstandene Wehrbauten geniessen heute absoluten Schutz, ebenso militärische Anlagen der Neuzeit (z.B. die gegen die Alliierten gerichteten Befestigungsanlagen in der Normandie).

Quelle: Daniel Studer (1991): Stadt Rorschach. Ortsbilder und Kulturobjekte.

13/3/2006 P02: Schiff und Eisenbahn änderten vieles

Schiff und Eisenbahn
Aufgabe
Wie viele Schiffe umfasst die Flotte der Schifffahrtsbetriebe Rorschach? Notiere dir die Namen der Schiffe auf dem Mobiltelefon als Notiz und kehre anschliessend an den Sammelpunkt (P00 Kornhaus) zurück!
Tipp: Menü - Organizer - Notizen

Geschichte
1824 landete das erste Bodensee-Dampfschiff von Friedrichshafen herkommend, nach einer 3 3/4-stündigen Fahrt und mit 800 Zentner Güter beladen, im Rorschacher Hafen. 1856 wurde Rorschach als Endpunkt der Verbindung von Zürich über St. Gallen dem schweizerischen Eisenbahnverkehr angeschlossen.

Quelle: Stadt Rorschach (1988): Steinerne Bauten erzählen lebendige Geschichten.

13/3/2006 P03: Engel-Apotheke

Engel-Apotheke
Aufgabe
Fotografiere mit dem Mobiltelefon den Engel vor der Apotheke. Sende anschliessend das Foto als MMS an folgende Nummer +41 78 739 57 16!
Tipp: Menü - Kamera - Senden - Weiter - Rufnr. eingeben

Geschichte
Das Leinwandgewerbe brachte neuen Reichtum. Im Kern der Stadt Rorschach, vor allem an der Haupt- und Mariabergstrasse stehen einige vornehme Bürgerhäuser, die an die Blütenzeit des Leinwandgewerbes erinnern. Vor allem waren es die Familien Hoffmann und von Bayer, welche zu Beginn des 17. Jahrhunderts das Leinwandgeschäft gründeten und zu hoher Blüte brachten. Damals entstanden die prächtigen Häuser, die steinernen Zeugen eines wirtschaftlichen Wohlstandes, der mit dem Aufkommen der Baumwollverarbeitung seinen Niedergang erlebte und in die Bedeutungslosigkeit versank.

Quelle: Stadt Rorschach (1988): Steinerne Bauten erzählen lebendige Geschichten.

13/3/2006 P04: Bedürfnisanstalt Bellevue

Bedürfnisanstalt
Aufgabe
Nimm einen Sound auf, bei dem die WC-Spülung der Bedürfnisanstalt Bellevue zu hören ist! Falls du kein Kleingeld besitzt, singe das Lied "Alli mini Entli..." und zeichne dein Lied auf dem Mobiltelefon auf! Spiele deinen Sound anschliessend der Lehrperson vor!
Tipp: Menü - Unterhaltung - Sound aufnehm.

Geschichte
Wer bisher der Überzeugung war, Provisorien seien eine Erfindung der Neuzeit, irrt gewaltig, denn die Bedürfnisanstalt (Pissoir) beim Bellevue-Bahnübergang wurde im Jahre 1919 als Provisorium erstellt und gehört heute architektonisch gesehen zu den meistbeachteten WC-Anlagen in der Stadt Rorschach. (...) Heute präsentiert sich Pissoir, Damen-, und Herren-WC in gutem Zustand, auch wenn der äussere Eindruck etwas täuscht. Die Einrichtung ist nicht antik, sondern auf dem neuesten Stand, und es gilt auch hier: Kleingeld bereithalten, sonst läuft gar nichts...

Quelle: Richard Lehner (1996): Rorschacher WC-Führer. Schwan-Verlag.

13/3/2006 P05: Dem heiligen Kolumban geweiht

Kolumbans Kirche
Aufgabe
Zeichne mit dem Mobiltelefon ein kurzes Video der Kolumbans Kirche auf! Präsentiere anschliessend dein Video der Lehrperson!
Tipp: Menü - Kamera. Achte darauf, dass das Videorekordersymbol hervorgehoben ist.

Geschichte
Rorschachs Pfarrkirche ist dem heiligen Kolumban geweiht. Herausgewachsen aus dem kleinen Kirchlein, erbaut im 9. Jahrhundert, ist auf dem selben Standort ein stattliches Gotteshaus gewachsen, das in einem Gutachten von Dr. h.c. Sulser im Jahre 1960, vor der letzten grossen Renovation, als ein Baudenkmal von regionaler Bedeutung bewertet wurde.
Sie erfüllt aber auch im Ortsbild eine bestimmende Aufgabe als Bauwerk.

Quelle: Stadt Rorschach (1988): Steinerne Bauten erzählen lebendige Geschichten.

13/3/2006 P06: Betläuten vom Jakobsbrunnen

Jakobsbrunnen
Aufgabe
Welches Tier ist 3 Mal auf dem Jakobsbrunnen abgebildet? Sende ein SMS mit der Lösung an die folgende Nummer +41 78 739 57 16!
Tipp: Menü - Nachrichten - Verfassen - SMS-Nachricht - Weiter - Rufnr. eingeben - OK

Geschichte
Um das Jahr 1000 nach Christus war Rorschach Durchgangsort der grossen Pilgerzüge. Auf dem heutigen Kronenplatz stand die Jakobskapelle, eine Raststätte für Pilger. Sie wurde 1833 abgebrochen und als Erinnerung daran der Jakobsbrunnen gebaut. Noch heute läutet täglich zweimal die Glocke zum Ave.

Quelle: Stadt Rorschach (1988): Steinerne Bauten erzählen lebendige Geschichten.

13/3/2006 P07: Badhütte Rorschach

Badhütte
Aufgabe
Auf wie vielen Betonpfeilern steht die Badhütte Rorschach? Damit du den Überblick beim Zählen nicht verlierst, setze doch einfach den Rechner auf dem Mobiltelefon ein!
Tipp: Menü - Organizer - Rechner

Geschichte
Treibende Kraft beim Ausbau des Bäderwesens in Rorschach ist Mitte des 19. Jahrhunderts der Apotheker Ignaz Rothenhäusler. Neben der Molkenkur waren die Seebäder eine wichtige Attraktion des Fremdenverkehrs. (..) Doch die Tage dieser Badeanstalten sind gezählt. Die Bauten sind alt und wacklig. Sie werden 1924 durch die neue Seebadanstalt, die heutige Badhütte, ersetzt.

Quelle: Richard Lehner (2003): Badhütte Rorschach. Geschichte(n) über dem Wasser. Schwan-Verlag.

13/3/2006 P08: Internationales Sandskulpturen-Festival

Sandskulpturen
Aufgabe
Wie lautete das Motto des 1. Internationalen Sandskulpturen-Festival (siehe Messingtafel am Fusse der Skulptur)? Zeichne die Antwort als Sprachnachricht (Memo) auf dem Mobiltelefon auf, damit du die Antwort nicht vergisst.
Tipp: Menü - Unterhaltung - Sound aufnehm.

Geschichte
«Men and Machine» war das Motto des 7. Internationalen Sandskulpturen-Festivals, welches letztes Jahr vom 15.-20. August 2005 in Rorschach zu besuchen war. Dabei bauten die zehn Künstlerteams aus der ganzen Welt aus 15 Tonnen Sand meterhohe, eindrückliche Skulpturen.
Das Motto für das 8. Internationalen Sandskulpturen-Festival 2006 ist noch nicht bekannt.

Quelle: http://www.sandskulpturen.ch

12/3/2006 Über das Projekt: Tagging the Historical Rorschach

Wie lässt sich die reale (physische) Welt mit der virtuellen Welt verknüpfen?

Die Lösung lautet mit dem Mobiltelefon (schweiz. Handy)! Zunehmend finden sich die Informationen über die reale Welt in der virtuellen Welt. So verwendet beispielsweise heute kaum noch jemand den Brockhaus aus dem Bücherregal - bei mir jedenfalls stehen die Bände seit mehreren Jahren nur noch wenig benutzt im Gestell -, sondern konsultiert eines der einschlägigen elektronischen Nachschlagewerke wie Encarta oder Wikipedia bzw. googelt durch den Datenschungel. Zunehmend beschaffen sich die Menschen heute also ihre Informationen auf virtuellen Plattformen bzw. über Suchmaschinen. Eine zunehmende Schwierigkeit ist jedoch, dass die Suche über ein elektronisches Hilfsmittel häufig lange dauert, weil zu viele mögliche Informationen und nicht nur die passende Information geliefert werden. Womit wir beinahe wieder bei unserem Brockhaus im Bücherregall wären, in dem ich die passende Information häufig schneller finden würde, wäre da nicht die Ablenkung durch die benachbarten auch noch spannenden Artikel.
Mit dem einfachen Konzept, dem Physical Tagging - bei dem das Mobiltelefon eine Mittlerfunktion übernimmt - lassen sich physische Objekte der realen Welt mit den passenden virtuellen Informationen verknüpfen.


Fasziniert vom Konzept des Physical Tagging und inspiriert durch die Projekte The Physical Wikipedia und uniqueID an der Universitaet Wien starte ich nun einen eigenen Versuch unter dem Titel Tagging the Historical Rorschach.

Im Rahmen des Kernmoduls Grundlagen des M+U Unterrichts zum Thema Exkursionsdidaktik sollen die Studierenden der Pädagogischen Hochschule Rorschach mit dem Konzept des Physical Tagging vertraut gemacht werden. In dieser Thematischen Einheit absolvieren die Lehramtstudierenden im Fachbereich Geschichte als Exkursion einen Sternen-Postenlauf zu historischen Orten (Objekten) der Stadt Rorschach.

An zahlreichen historischen Objekten (= Posten) finden die Studierenden einen so genannten Physical Tag - Aufkleber mit einem 2D Barcode (Semacode) - vor. Mit dem Handy (Mobiltelefon) - diese werden während der Exkursion von der Institution zur Verfügung gestellt - können die Studierenden mit einem Semacode-Reader den Code auf dem Physical Tag einscannen, entschlüsseln und gelangen dann via mobiler Internet-Services wie GPRS und UMTS auf eine mobile Website (mobiler Blog), welche die Aufgabe und Information zum jeweiligen historischen Objekt (= POsten) enthält.

Primär sollen die Studierenden während dieser Unterrichtseinheit erfahren, wie eine Exkursion mit Schulkindern organisiert und durchgeführt wird. Das Thema ist in diesem Fall das Erkunden von historischen Objekten (Gebäuden, Plätzen etc.) in einer für die Teilnehmenden bekannten Umgebung (mein Quartier, mein Dorf, meine Stadt).
Bei diesem Mobile Learning Projekt sollen die Studierenden aber auch mit den Einsatzmöglichkeiten von Handys im Unterricht vertraut gemacht werden. Die Aufgaben zu den einzelnen historischen Objekten (= POsten) enthalten daher bewusst auch Aufträge zum Umgang mit dem Handy (z.B. Foto erstellen und als MMS an die Lehrkraft senden, ...), damit die Studierenden ihre eigene Medienkompetenz im Umgang mit dem Handy festigen können.


Physical Tag mit 2D Barcode (Semacode), wie er an einem historischen Objekt in Rorschach vorhanden sein könnte:
http://physical-tagging.phrblog.kaywa.ch
http://physical-tagging.phrblog.kaywa.ch
PHR-Project: Tagging the Historical Rorschach
Reader für Ihr Handy finden Sie unter http://www.activeprinting.org/glass.html oder unter http://semacode.org/software/.


Postenblatt & Anleitung

Tags: